Frisch aus dem Ofen: Brot mit Logo

29. Dezember 2021


Marcus Engel ist blutjunge 26 Jahre alt. Er hat 2018 sein Immobilienunternehmen in Friedrichswalde, im Nordosten von Brandenburg, gegründet. Seit wenigen Monaten ist er IVD-Mitglied. Die AIZ hat mit ihm gesprochen.

Interview von Heiko Senebald

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Eule

AIZ: Sie sind mit Ihrem Unternehmen seit drei Jahren auf dem Markt. Wie geht es Ihnen?

Marcus Engel: Ich war lange Zeit ein Einzelkämpfer und brauchte meine Zeit, um auf dem Markt Fuß zu fassen. Erst Anfang 2020 hatte ich meine ersten Kunden. Stetig ist dann die Zahl meiner Kunden gestiegen. Mittlerweile habe ich mich in meiner Region gut etabliert. Ich habe das Ziel stets vor Augen, Marktführer in meiner Region zu werden.

Sind Sie nach wie vor Einzelkämpfer?

Ich bin derzeit noch Einzelkämpfer, arbeite aber mit vielen Freiberuflern zusammen. Vom IT-ler, über einen Texter bis hin zur Papeteristin habe ich ein kleines festes Team, welches mich in meiner täglichen Arbeit unterstützt.

Was machen Sie anders als andere?

Ich bin unkonventionell, gehe neue Wege beim Marketing. Ich möchte mit modernen Instrumenten junge Leute ansprechen. Des Weiteren habe ich einen sehr hohen Qualitätsstandard auch an mich selbst und fahre aus diesem Grund auch nicht die Sparflamme bei der Vermarktung. Das kommt bei Kunden sehr gut an und ich erhalte dementsprechend immer mehr Zuspruch.

Können Sie uns ein Beispiel für modernes Marketing nennen?

Einmal abgesehen vom Social-Media Marketing, welches ich als Digital Native als normal erachte, bringe ich ganz unkonventionelle Ideen in die Immobilienbranche. So habe ich beispielsweise eine Kooperation mit einem Bäckerbetrieb, welcher Brot mit meinem Logo verkauft. Diese Aktionen kommen am Ende in die Zeitung und dementsprechend falle ich auf.

Sie sind vor einigen Monaten IVD-Mitglied geworden. Wie kam das?

Ich hatte ehrlich gesagt vorher wenig Berührung mit dem IVD. Ich war zu sehr mit meiner eigenen Unternehmensgründung beschäftigt. Bis mein Steuerberater mir riet, in den IVD einzutreten. Ich habe mir Gedanken über meine Weiterbildungspflicht gemacht und stellte fest, dass der IVD regelmäßige Weiterbildungs- und Fortbildungsangebote für Immobilienunternehmen zur Verfügung stellt. Des Weiteren blieb Herr Janz aus dem IVD-Regionalverband Berlin-Brandenburg sehr ehrgeizig in der Akquise und überzeugte mich letztendlich, dem IVD als Gründer beizutreten. Die Mitgliedschaft erspart mir viel Zeit. Als unglaublich wertvoll halte ich auch die Rechtsberatung, die die IVD-Mitglieder genießen. Ohne einen Verband kosten solche Beratungen sehr viel Geld. Ich fühle mich beim IVD gut aufgehoben und nutze die Angebote des IVD mittlerweile fast wöchentlich.

Was könnte man in der Verbandsarbeit noch verbessern?

Ich finde die Kommunikation zum Endverbraucher noch etwas wenig. Die Immobilienverkäufer oder -käufer kennen den IVD als solches nicht und jeder Makler muss die besondere Stellung hervorheben. Abgesehen davon fühle ich mich in meinem „Heimatverein“, dem IVD Berlin-Brandenburg, super wohl und die Zusammenarbeit in puncto Ge-
meinschaftsgeschäft klappt auch tadellos.

Wie kam es, dass Sie Immobilienunternehmer wurden?

Ich wollte ursprünglich in Immobilien investieren, aufgrund der Rentensituation meiner Generation. Zum damaligen Zeitpunkt steckte ich noch zu 100 Prozent in meinem Elektrotechnik-Studium. Aufgrund des schmächtigen Einkommens lehnte mich die Bank ab und ich stand mit leeren Händen da. Nun überlegte ich mir, wie ich Fuß in der Immobilienbranche fassen könnte, ohne mein Studium abbrechen zu müssen. Ich suchte mir IHK-Kurse, Stammtische und Netzwerkpartner und begann mein eigenes kleines Immobiliennetzwerk aufzubauen. Es dauerte quasi zwei Jahre, bis die Vorbereitungen und Weiterbildungen Früchte trugen, und der Rest ist Geschichte.

Was macht Ihre Leidenschaft für Immobilien aus?

Immobilien sind für mich ein Grundbedürfnis. Jeder Mensch muss und will vernünftig wohnen. Ich liebe es, die Entwicklung einer Liegenschaft zu verfolgen — vom baufälligen Bauernhof, welcher komplett neu aufgebaut wird, bis hin zum Grundstück, welches mit einem Wohnhaus für 40 Parteien bebaut wird. Wenn ich in einem frisch sanierten Haus stehe und die Vergleiche ziehe, wie das Haus Monate zuvor ausgesehen hat, weil es seit den 1950er Jahren nicht mehr modernisiert wurde, freue ich mich jedes Mal für die
Eigentümer.

Mit welchen Herausforderungen werden Sie derzeit am meisten konfrontiert?

Der Markt boomt. Die Leute wollen raus aus der Stadt und aufs Land ziehen. In unserer Region gibt es im Vergleich zu vielen anderen Regionen keine großen Probleme bei der Objekt-Akquise. Eher ist ein Problem, dass sich viele Leute eine Immobilie kaufen möchten, aber sich diese eigentlich gar nicht leisten können. Viele Kaufinteressenten haben auch die falsche Vorstellung von ihrer Traumimmobilie. Es ist manchmal schwer zu sagen: Das, was ihr sucht, werdet ihr leider so nicht finden. Übrigens: Meine persönlich größte Herausforderung ist derzeit die Zeit. Das Backoffice nimmt wahnsinnig viel Zeit in Anspruch. Die nächsten Schritte in meinem Unternehmen werden Festanstellungen werden sowie der Bau eines neuen Büros.